Blöd gelaufen!

Blöd gelaufen!

Wer eine kleine Betrügerei oder eine Computer-Hackerei plant, muss es entweder clever angehen – oder er muss sich Leute leisten, die den Erfolg gewährleisten. Sonst wird das nichts.

So wie Mariko Akutsus Vorstoß: Wer sich in sozialen Netzwerken bewegt, erhält immer wieder einmal Nachrichten und Einladungen zum Verlinken oder Befreunden oder was auch immer von Unbekannt. Das meiste davon wird ungeschaut deleted; aber dann gibt es lustige Versuche wie diesen.

Da ziert das Foto eines attraktiven japanischen Mannes das Profil eines Bankers der Sumitomo Mitsui Banking Corporation.

Schnitzer 1: Der Mann auf dem Foto ist ein berühmter japanischer Schauspieler. Ein weniger bekanntes Gesicht wäre in dieser Angelegenheit zielführender gewesen.

Schnitzer 2: Mariko ist ein japanischer Vorname für Mädchen.

Mit einem aufmerksamen Korrektorat wäre das nicht passiert.

 

5 Comments

  1. Alberto 15. Januar 2015 at 9:52 - Reply

    Endlich mal was Neues! Die Anfragen von Bisinezz-Men aus Nigeria & Co wurden ja wahrscheinlich nicht einmal mehr ignoriert.

  2. norphra 18. Januar 2015 at 17:07 - Reply

    Manche Tricksereien können einem richtig Respekt abringen, aber DAS ist natürlich danebengegangen. Andererseits: Wie viele Menschen kennen sich schon mit japanischen Vornamen aus? Einen Versuch war’s wohl wert.

    • Lachmöwe 18. Januar 2015 at 19:19 - Reply

      Trotzdem erstaunlich, dass man mit all den Möglichkeiten heute nicht einen besseren Fake zusammenbringt: einmal kurz gegoogelt oder geDuckDuckGoed, und schon weiß man, dass das so nicht geht. Aber anscheinend ist sogar das schon zu viel Aufwand.

  3. Letterman 18. Januar 2015 at 23:36 - Reply

    Das war ein älterer Ungar oder Wiener: Der erinnerte sich, wie die quirlige Marika Rökk in ihrem Welthit sang: „Ich brauche keine Millionen“, und dachte sich: Das klingt bescheiden, das klingt seriös. Das klickt jeder an. Also machte er aus der „Marika“ eine für unseren Sprachgebrauch folgerichtige Abwandlung auf die männliche o-Endung und verpasste dem Ganzen die Glaubwürdigkeit und Ehrhaftigkeit eines japanischen Bankers.
    Wer will sich da nicht gern verlinken?!

    • Alberto 23. Januar 2015 at 10:27 - Reply

      🙂

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