„Der nasse Schnee und der starke Wind können auch Stromleitungen und Bäume gefährden“, hieß es dieser kalten Tage in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, und in einer österreichischen Zeitung war die Rede von den „eisglatten Straßen, die den Straßenverkehr gefährden“.

Gefährder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sind sie also endlich ausgemacht, die Gefährder, von denen in den Medien derzeit so viel die Rede ist? Wurden ihnen schon Fußfesseln „drangemacht“, wie es die deutschen Kollegen ausdrücken, Ketten angelegt?

Die eisglatten Straßen gefährden natürlich niemanden aktiv, von sich aus. Sie sind einfach, wie es ihnen die Witterung vorgibt oder wie der Mensch sie sein lässt: rutschig, glatt, staubig, verdreckt, geräumt. Anstatt ihnen die Täterrolle zuzuschanzen, könnte man also fairerweise eine neutralere Formulierung wählen: „Auf eisglatten Straßen kann es zu Gefahren im Straßenverkehr kommen.“

Andererseits: Die Straße wird es am allerwenigsten rühren, wenn sie als Gefährder eingestuft wird.