Viele Kunden sind unsicher, wo und welche Währungszeichen bei einem Betrag stehen sollen. ÖNORM und DIN für die richtige Textgestaltung bieten hier eine Richtschnur, lassen aber auch mehrere Möglichkeiten offen.

Für den Fließtext eignen sich am besten die ausgeschriebenen Formen, wenn es rein um die Währungen geht. Sie sollten nach dem Betrag stehen. Beispiele:

„Dies führte zu einer Trendwende beim Kreditvolumen und zur Abschwächung des effektiven Wechselkurses des Euro zum US-Dollar.“

In Kombination mit Beträgen werden üblicherweise die Einheiten €, $ etc. und die Abkürzungen EUR, USD etc. verwendet. Sie können entweder vor oder nach dem Betrag stehen. Beispiele:

„Im vergangenen Geschäftsjahr lagen die Umsatzerlöse erstmals über 2 Mrd. EUR.“
„Das Konzern-EBITDA verbesserte sich um 13,7% auf € 290,1 Mio.“
„Die weltweiten Bruttoerträge erreichten im Jahr 2015 einen Wert von 354 Mio. USD.“
„Im asiatischen Raum schnitt vor allem Japan mit einem Zuwachs von ¥ 32.244.560,00 überdurchschnittlich gut ab.
„Das Ergebnis per Aktie lag bei JPY 4,63.“

Wer sich nicht entscheiden kann, ob Einheit (€), Abkürzung (EUR) oder überhaupt ausgeschrieben (Euro), sollte sich folgende Dinge überlegen:
An wen richtet sich der Text?
• Wirtschafts- und Finanztext-geschulte LeserInnen erfassen Beträge mit € und EUR tendenziell leichter und rascher als mit ausgeschriebenen Währungen.
• Für Publikationen mit stärkerem Gewicht auf erzählerischer Information und Unterhaltung (Mitarbeiterzeitungen, Imagebroschüren usw.) sind € und Euro meist die bessere Wahl.
Wie viel Platz haben wir?
• Beträge, die mit allem Drum und Dran ausgeschrieben werden, verschlingen viel Platz:
322 Millionen australische Dollar vs. 322 Mio. AUD

Ziel ist wie immer die beste Lesbarkeit.

Quelle: ÖNORM A 1080 für die richtige Textgestaltung, Punkt 5.8 und 5.14, Austrian Standards Institute 2014; DUDEN – Die deutsche Rechtschreibung, 24. Auflage, Textverarbeitung und E-Mails, S. 121