SprachBlog

„Von daher …“ – von woher?

By |16. August 2017|Categories: Aktuell|Tags: , , , , , , |

Sprachliche Moden gibt es immer wieder. Manche sind durchaus bereichernd, wie etwa die Hochkonjunktur des Begriffs „achtsam sein“ zeigt, der vom ursprünglichen „vorsichtig sein, aufpassen“ vor allem in der Hauptwortform „Achtsamkeit“ auf eine ungleich höhere Bedeutungsebene gehievt wurde und fast schon inflationär verwendet wird. Manchmal ist es auch einfach nur

Euro, EUR oder €?

By |6. Juli 2017|Categories: Aktuell|Tags: , , , , |

Viele Kunden sind unsicher, wo und welche Währungszeichen bei einem Betrag stehen sollen. ÖNORM und DIN für die richtige Textgestaltung bieten hier eine Richtschnur, lassen aber auch mehrere Möglichkeiten offen. Für den Fließtext eignen sich am besten die ausgeschriebenen Formen, wenn es rein um die Währungen geht. Sie sollten nach

Eiskalte Gefährder

By |1. Februar 2017|Categories: Aktuell|Tags: , , , , |

„Der nasse Schnee und der starke Wind können auch Stromleitungen und Bäume gefährden“, hieß es dieser kalten Tage in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, und in einer österreichischen Zeitung war die Rede von den „eisglatten Straßen, die den Straßenverkehr gefährden“.                      

Poesie auf Buruschaskisch

By |14. November 2016|Categories: Aktuell|Tags: , , , , , , |

Das Buruschaskische ist reich an diffizilen Wortmalereien und Anlehnungen an die Natur - kein Wunder in diesem Ambiente. Neulich bin ich zufällig auf ein Lexikon des Buruschaskischen* gestoßen. Es ist immer bedauerlich, wenn sich Wissenslücken auftun, aber in unseren Breitengraden ist es wahrscheinlich verzeihlich, nicht zu wissen, wo diese Sprache

Was hat der Fuchs mit der Sprache zu tun?

By |7. Oktober 2016|Categories: Aktuell|Tags: , , , , , , , |

„Warum sagt man eigentlich ,Sprachfuchs‘ zu Leuten, die sich gern in sprachliche Angelegenheiten verbeißen?“, lautete vor einiger Zeit die Frage eines Lesers. Meistens spielen bei tierischen Konnotationen äußere Merkmale oder Charakterzüge von bestimmten Tieren eine Rolle. Ein sehr beredtes, aber oft auch ungerechtfertigtes Beispiel: die Schneckenpost. Oder die Schlangengrube als

Punkt nach Webadresse

By |26. August 2016|Categories: Aktuell|Tags: , , , , |

„Nähere Informationen finden Sie auf unserer Website unter www.alleswisser.at“ – so oder ähnlich lauten zahlreiche Hinweissätze. Aber viele Kunden sind unsicher: mit oder ohne Punkt am Ende? Mit Punkt, denn es gelten die üblichen Satzregeln: Ein ganzer Satz wird am Ende mit einem Punkt abgeschlossen.* Häufig ist aber nicht klar:

Faker, Follower, Influencer

By |30. Mai 2016|Categories: Aktuell|Tags: , , , , , , , , , , |

So geht Social Media und so verändert sich Sprache: „Deshalb sollten Publisher einen besonders kritischen Blick darauf haben, wie viele User im Vergleich zur Gesamtanzahl der Follower mit dem Influencer interagieren. Ebenso darauf, wie viele davon seine Bilder auf Instagram kommentieren oder wie häufig die Beiträge auf Facebook geliked werden.

Wühst Rafn?

By |19. April 2016|Categories: Aktuell|Tags: , , , , , , , |

Wie bitte? Wer fordert da so frech zu einem Raufhandel auf – noch dazu nicht anonym an die Wand gesprayt, sondern groß und unübersehbar als Werbung auf einem Kombi? Aufmerksame LeserInnen haben natürlich sofort erkannt: Hier geht’s nicht um das Zeitwort raufen, sondern um ein Hauptwort, die Reifen. Die Firmenbezeichnung

Besser upgedatet als gedowngradet

By |8. Februar 2016|Categories: Aktuell|Tags: , , , , , , |

Englische Verben werden seit geraumer Zeit mit Begeisterung ins Deutsche übernommen. Joggen, surfen, checken, abcashen, leasen, designen oder relaxen, aber auch Komplizierteres wie recyceln sind mittlerweile Teil der Alltagssprache und werden kaum noch als fremdsprachige Invasoren wahrgenommen. Internet und Telekommunikation haben den Trend noch einmal kräftig angeheizt. Der moderne Büromensch zeigt

Dumm statt krumm

By |18. Januar 2016|Categories: Aktuell|Tags: , , , , , |

Internet-BetrügerInnen sind eine Pest - zum Glück sind ihre Aktionen aber oft mehr dumm als krumm. So wie die Mailingaktion der SpezialistInnen, die sich mit dem gefakten Schreiben oben im Bild einen unvorsichtigen Klick erhofften. Wenn bei dem Buchstabensalat im ersten Satz noch nicht die Alarmglocken schrillen, sollten (prinzipiell) bei Schreiben dieser Art sämtliche Ampeln auf Stopp springen: "Links nie anklicken,