SprachBlog

Sprechen Sie Emojisch?

By |17. April 2014|Categories: Aktuell|Tags: , , , |

Als ich vor einiger Zeit von einer sehr lieben japanischen Verwandten Geburtstagsgrüße per SMS bekam, fand ich besonders das Zeichen am Ende süß: ^_^ Nach meinem Dafürhalten eine geniale Reduktion aufs Wesentliche – eben sehr japanisch – für: „Liebe Grüße auch von meiner Katze Lila!“: Zwei kleine Katzenohren oben und

GENDERING (2): Auf die Barrikaden, Ihr MännerInnen?

By |20. März 2014|Categories: Aktuell|

War das eine Aufregung, als die „Austrian Standards“ vulgo das „Österreichische Normungsinstitut“ kürzlich einen Pieps zur geschlechtergerechten Sprache machte. Landauf, landab wurde darüber berichtet, Hunderte PosterInnen empörten sich in Foren über das Normungsinstitut, über Feministinnen und Kampfemanzen, über das Gendering an sich, und als dann auch noch der ÖGB seinen

Defizitler oder Überschussler?

By |26. Februar 2014|Categories: Aktuell|

Gestern zum wiederholten Mal innerhalb kurzer Zeit das schöne Wort „Aufmerksamkeitsüberschusssyndrom“ gehört. Klar: Wo es ein Defizit gibt, liegt meistens auch der Überschuss nicht fern. Ob das „AÜS“ so wie das ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) bereits in die psychologische Fachsprache eingegangen ist, konnte ich auf die Schnelle nicht eruieren. Aber es scheint

Dauerbrenner „Gendering“ (1)

By |10. Februar 2014|Categories: Aktuell|

Immer wieder fragen Kunden und Auftraggeber an: „Wir möchten mit dem Text Männer wie Frauen ansprechen. Wie können wir ihn am besten gendern, was sind die verbindlichen, aktuellen Formen?“   Die eine verbindliche Form gibt es nicht. Im Umlauf sind mehrere Varianten, die je nach Geschmack und Vorliebe angewendet werden.

Schifahren, die Zweite

By |28. Januar 2014|Categories: Aktuell|Tags: , , , , , , |

So schön die Wintersportarten sind: Darüber zu schreiben, ist mühselig. Denn wer versteht schon so leicht, warum das eine groß und auseinander-, das andere klein und zusammengeschrieben wird? Trotzdem ein Versuch: Mit dem „I wü schifoan“, lieber Wolfgang Ambros, ist es seit der Rechtschreibreform vorbei, denn seither gehen die SchifahrerInnen

Skiliftgespräche

By |20. Januar 2014|Categories: Aktuell|Tags: , , , , , , |

Sonne, zwei Bretter und jede Menge glitzerndes Weiß – selbst bei frühlingshaften Temperaturen gibt es ein paar Unverdrossene, die sich in die Berge hinaufkämpfen. Dort passiert dann im Zeitalter des Vierersessellifts das, wovor man aus dem dicht verbauten Gebiet geflüchtet ist: Man bildet mit völlig Fremden kurzfristig eine unfreiwillige Schicksalsgemeinschaft.

Kaum hat es sich ausgeweihnachtet …

By |30. Dezember 2013|Categories: Aktuell|Tags: , |

... steht die nächste Festivität vor der Tür. Und auch wenn dabei deutlich weniger Emotionen im Spiel sind, will das alte Jahr ordentlich verabschiedet und das neue Jahr anständig begrüßt werden. Damit das gelingt, wünscht man einander „Einen guten Rutsch!“ – aber wieso eigentlich „Rutsch“? Warum nicht „Sprung“ oder „Schritt“?

Sowas von geladen!

By |2. Dezember 2013|Categories: Aktuell|Tags: , , |

„Heute bin ich wirklich ganz sicher am Handy erreichbar!“, versichert der nicht sehr kommunikationsaffine Kollege, „ich hab’s nicht nur eingesteckt UND eingeschaltet, sondern gerade vorhin auch noch aufladen lassen.“ „Aha! Der Herr lassen laden?“, fragt ein aufmerksamer Zuhörer aus der Runde. „Unsereiner lädt das Handy ja selber auf!“ „Ach“, ruft

Purer Luxus: Korrektorat

By |14. November 2013|Categories: Aktuell|Tags: , , , , , , |

Wochenende. Zeit für Liegengebliebenes. Zeit für Lektüre. Zeit für Wochenendbeilagen. Definitiv keine Zeit zum Ärgern. Zum Beispiel darüber, dass sich österreichische Qualitätszeitungen anscheinend nicht einmal mehr unterbezahlte freie KorrektorInnen leisten. Ist ja nicht so, dass man bei jedem Tippfehler in einer Tageszeitung gleich hysterische Zustände kriegen muss. Das passiert im

Häuliweckn vs. Halloween

By |4. November 2013|Categories: Aktuell|Tags: , , |

Haben Sie sich heuer wieder über den ganzen Halloween-Zauber geärgert? Oder empfinden Sie durchaus Verständnis dafür, wenn sich mehr oder weniger erwachsene Menschen in seltsame Gewänder hüllen und die lieben Kinderlein Süßigkeiten fordern, von denen die Hälfte dann in Taschen und Sackerln vergammelt? In den „Oberösterreichischen Nachrichten“ vom vergangenen Wochenende