Stuchbabenverdreher

Stuchbabenverdreher

… und noch ein kleines Hoppala aus den aktuellen Medien – siehe Bildtext oben.

Buchstabenverdreher passieren am laufenden Band, sei es, weil man zu schnell tippt, weil die Sprachkorrektur auf dem Smartphone wieder einmal verrückt spielt oder weil man bestimmte Wörter einfach NIE richtig herausbringt, zum Beispiel den Saugstauber oder den Draubenschreher.

Das Schöne daran: Es bringt andere meist zum Lachen – und man ist mit dieser Schwäche nicht allein. Der angesehene britische „Guardian“ hat sich damit sogar einen Ruf gemacht: The Grauniad lautet der Spitzname, den sich das Blatt aufgrund seiner zahlreichen Satzfehler erkämpfte. Wie es heißt, soll die Zeitung sogar immer wieder einmal ihren eigenen Namen im Impressum falsch geschrieben haben. Sicherheitshalber haben die Verantwortlichen deshalb dafür gesorgt, dass man auch über die Domain grauniad.co.uk zur Website theguardian.com weitergeleitet wird.

Jeder hat so seine Schwächen. Man muss nur wissen, wie man damit umgeht.

9 Comments

  1. alicesays 11. September 2014 at 11:31 - Reply

    Wer viele Verdreher durch zu schnelles Tippen produziert, leidet mW an der „Tippgicht“. Ist mittlerweile eine anerkannte Krankheit, die vor allem in Foren, Chats, E-Mails und ähnlich schnell Dahingeschriebemen grassieren slol – oh Gott, ich gluabe, bie mir gehts aucg shon los …

    • norphra 11. September 2014 at 22:48 - Reply

      *LOL* hätt ich jetzt fast gesagt – aber darf man ja nicht mehr, wenn man nicht megasuperout sein will

      • ConLok 12. September 2014 at 10:58 - Reply

        „megasuperout“ ist an sich schon megasuperout.

        • Der Bengalische Richter 16. September 2014 at 16:47 - Reply

          Was ist dann „in“?

          • norphra 16. September 2014 at 16:57

            Pffff … schwierige Frage. Erinnert mich an die Quadratur des Kreises …

  2. Gekauft 11. September 2014 at 13:50 - Reply

    Eine Zeitlang geisterte eine Studie durch die Internet-Foren, dass es wenig Auswirkung auf die Worterkennung habe, wenn Buchstaben verdreht sind, weil man ohnedies in Wörtern lesen würde. Aber wenn ich mich recht erinnere, war die gefaked. Sonst müsste man sich ja nicht die Mühe machen, aufwändige Rechtschreibprogramme zu entwickeln und Texte Korrektur lesen zu lassen …

    • Alberto 11. September 2014 at 14:08 - Reply

      Meinen Sie das:
      „Gmäeß eneir Sutide der Cabrmidge Uvinisterät ist es nchit witihcg, in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wrot snid, das ezniige was wcthiig ist, dass der estre und der leztte Bstabchue an der ritihcegn Pstoiion snid.
      Der Rset knan ein ttoaelr Bsinöldn sien, tedztorm knan man ihn onhe Pemoblre lseen. Das ist so, wiel wir nciht jeedn Bstachuebn enzelin leesn, snderon das Wrot als gseatems.“

    • KathyCambridge 11. September 2014 at 15:38 - Reply

      Ja, war ein Internet-Meme. Gibt dazu eine superinteressante Stellungnahme der Cognition and Brain Sciences Unit an der Universität Cambridge, die immer wieder (fälschlicherweise) als Quelle angeführt wurde: http://www.mrc-cbu.cam.ac.uk/people/matt.davis/cmabridge/

  3. norphra 22. September 2014 at 9:08 - Reply

    Und es könnte sogar noch schlimmer kommen. In der Steiermark, heißt es in einer Artikelüberschrift in orf.at, soll das Buchstabenverdrehen nun sogar schon im Kindergarten spielerisch geübt werden:

    Legasthenieförderung schon im Kindergarten

    http://steiermark.orf.at/news/stories/2669722

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