Korrektorat

August 2015

Das Chinesische am Deutschen

By |13. August 2015|Categories: Aktuell|Tags: , , , , , , , |

Dem Chinesischen wird nachgesagt, dass es schwierig zu erlernen sei, unter anderem deshalb, weil viele Begriffe allein durch eine unterschiedliche Betonung etwas anderes bedeuten. Zum Beispiel das viel zitierte Ma: Es kann je nach Betonung zu Mutter, Hanf, Pferd oder schimpfen werden. Gut, vier unterschiedliche Bedeutungen für einen Begriff sind

Juni 2015

Noch Jogger oder schon Läufer?

By |12. Juni 2015|Categories: Aktuell|Tags: , , , , , , |

Immer wieder wird der Untergang der deutschen Sprache durch die parasitäre Ausbreitung englischer Lehnwörter beschworen. Heute einmal ein Gegenbeispiel: Keine Läuferin, kein Läufer, der seinen Sport ernst nimmt, würde sich Jogger schimpfen lassen. Jogging oder Joggen war einmal, in den lange vergangenen 80ern. Heute ist das etwas für AnfängerInnen, für

März 2015

Von der Konzernzentrale zum Sorgenzentrum

By |3. März 2015|Categories: Aktuell|Tags: , , , , |

Autsch, das tut weh: Da wird aus der Konzernzentrale auf der deutschsprachigen Website ein Concerncentre auf der englischsprachigen Seite, also ein "Sorgenzentrum" oder eine Art "Anlaufstelle für Probleme aller Art"! Ob das der Kunde, mit dem hier stolz geworben wird, gern sieht? Hoffen wir, dass es nicht auf die Kappe

Februar 2015

Adjektive – groß oder klein?

By |15. Februar 2015|Categories: Aktuell|Tags: , , , , |

Diese Frage taucht immer wieder auf: „Substantivierte Adjektive – also Eigenschaftswörter, die als Hauptwörter gebraucht werden – schreibt man doch groß! Wie ist das dann zum Beispiel in diesem Fall: Da die Arbeit mit und an den Menschen eine sehr verantwortungsvolle und gewissenhafte ist, kam für mich nur ein qualifizierter

Januar 2015

Blöd gelaufen!

By |13. Januar 2015|Categories: Aktuell, Empfehlungen|Tags: , , , , |

Wer eine kleine Betrügerei oder eine Computer-Hackerei plant, muss es entweder clever angehen - oder er muss sich Leute leisten, die den Erfolg gewährleisten. Sonst wird das nichts. So wie Mariko Akutsus Vorstoß: Wer sich in sozialen Netzwerken bewegt, erhält immer wieder einmal Nachrichten und Einladungen zum Verlinken oder Befreunden

September 2014

Stuchbabenverdreher

By |10. September 2014|Categories: Aktuell, Empfehlungen|Tags: , , , |

... und noch ein kleines Hoppala aus den aktuellen Medien – siehe Bildtext oben. Buchstabenverdreher passieren am laufenden Band, sei es, weil man zu schnell tippt, weil die Sprachkorrektur auf dem Smartphone wieder einmal verrückt spielt oder weil man bestimmte Wörter einfach NIE richtig herausbringt, zum Beispiel den Saugstauber oder

Juni 2014

Der Vorhut bricht keinen Krieg vom Zaum

By |25. Juni 2014|Categories: Aktuell|Tags: , , , , , |

„... Das wissen wir ja schon, dass die EU der Vorhut der NATO ist“, war dieser Tage in einem Forumsbeitrag zu lesen. Das kommt davon, wenn man in einem Kultur- und Sprachkreis lebt, in dem lange Zeit keine kriegerischen Auseinandersetzungen mehr herrschten und die jungen Männer scharenweise zum Zivildienst strömen

Mai 2014

Das gibt’s doch gar nicht, Alter!

By |26. Mai 2014|Categories: Aktuell|Tags: , , , |

Damit sich zwei nicht verstehen, müssen sie gar nicht aus unterschiedlichen Ländern kommen. Es reichen schon ein paar Jahre Altersunterschied: Wenn etwa ein junger Mann eine respektable Frau als geile Sau1 bezeichnet, könnte er dafür schon einmal eine schallende Ohrfeige kassieren. Dabei hat er ihr vielleicht gerade das schönste Kompliment

Januar 2014

Schifahren, die Zweite

By |28. Januar 2014|Categories: Aktuell|Tags: , , , , , , |

So schön die Wintersportarten sind: Darüber zu schreiben, ist mühselig. Denn wer versteht schon so leicht, warum das eine groß und auseinander-, das andere klein und zusammengeschrieben wird? Trotzdem ein Versuch: Mit dem „I wü schifoan“, lieber Wolfgang Ambros, ist es seit der Rechtschreibreform vorbei, denn seither gehen die SchifahrerInnen

Skiliftgespräche

By |20. Januar 2014|Categories: Aktuell|Tags: , , , , , , |

Sonne, zwei Bretter und jede Menge glitzerndes Weiß – selbst bei frühlingshaften Temperaturen gibt es ein paar Unverdrossene, die sich in die Berge hinaufkämpfen. Dort passiert dann im Zeitalter des Vierersessellifts das, wovor man aus dem dicht verbauten Gebiet geflüchtet ist: Man bildet mit völlig Fremden kurzfristig eine unfreiwillige Schicksalsgemeinschaft.